Daniel in Südafrika

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Abschied ist gekommen - Abschlussbericht

Liebe Eltern, Familie, Freunde und Unterstuetzer,

 

kurz vor meiner Abreise aus Durban, einer emotional sehr bewegenden Zeit, bin ich noch dazu gekommen einen kurzen Abschlussbericht zu verfassen.
Eines vorweg: Sie werden in diesem kein umfassendes Fazit zu meinem Jahr finden, weil ich es dafuer noch zu frueh halte.
Viel mehr habe ich versucht die wichtigen Ereignisse des letzten Monats, insbesondere diverse Abschiedsfeier, zu beschreiben.
Abschliessend finden sie noch einen kurzen Artikel darueber, was ich in meiner unmittelbaren Zukunft vor habe. Der ein oder andere hat ja bereits erfahren, dass ich zunaechst nicht zurueck anch Deutschland kommen werde.

 

Klicken sie einfach hier um zu dem Bericht zu gelangen.

 

Auch an dieser Stelle vielen Dank an alle die mich ueber das Jahr unterstuetzt haben und meinen Dienst bei Streetwise so interessiert verfolgt haben.

 

Zum letzten mal wuensche ich euch alles Gute aus Suedafrika

 

Daniel

Erfahrungsbericht Nr. 7

03 August 2008

 

 

Liebe Eltern, Verwandte, Freunde und Unterstützer,

 

bevor ich morgen Besuch von einem Freund aus Deutschland erhalte und wir zwei Wochen durch Südafrika reisen werden, möchte ich ihnen gerne noch meinen siebten Erfahrungsbericht zu kommen lassen.

Diesmal geht es um folgendes:

 

- Mein Aufenthalt in Bothas Hill - Einem ebenfalls von Streetwise etablierten Heim. Dabei handelt es sich
quasi um den zweiten Schritt auf dem Weg einer Reintegration mit der Familie. Dort wohnen Jungen, die sich bereits durch ihr Verhalten und konstant gute schulische Leistungen ausgezeichnet haben.

 

- "Wie mein Abend mit dem schönsten Mann der Welt platzte" oder "Wie das Spiel Manchester United gegen Orlando Pirates zum ersten Fußballstadionbesuch unserer Jungs wurde"

 

 - Meine Arbeit im Hillcrest AIDS Council - Ein Projekt, das sich um die Unterstützung von HIV+ Familien kümmert. Dort konnte ich dreimal wöchentlich während meines Aufenthaltes in Bothas Hill aushelfen.

 

 - Abschied von Spha - Wahrscheinlich das bisher tragischste Kapitel unserer Arbeit. Ein Junge begeht im Shelter Selbstmord.

 

 

- National Arts Festival - Ein kurzer Eindruck von unserer Reise zum südafrikanischen nationalen Kunst Festival

 

Sie können den Bericht hier herunterladen.

 

Ich freue mich immer über Reaktionen, also schicken sie ihre Fragen, Kritik oder Anregungen bitte gerne an mich.

Liebe Grüße aus Südafrika

 

Daniel

 

Das erstemal im Stadion und dann gleich Manchester

 

24 Juli 2008

 

Vor zwei Tagen fand hier in Durban im Zuge des Vodacom - Cups ein Spiel zwischen Manchester United und dem südafrikanischen Traditionsverein Orlando Pirates statt. Vorher hatte der amtierende Champions - League Gewinner vertraglich zu gesichert mit seinem besten Team anzureisen. Dementsprechend groß war der Medienrummel um dieses Ereignis.

Momentan helfe ich nicht in dem Shelter in Marianhill sondern in einer anderen Einrichtung die von Streetwise etabliert wurde und in der ausschließlich Jungen leben, die bereits in der Lage sind größere Verantwortung zu übernehmen und ihr Leben in gewissen Maßen selber zu organisieren. Mehr dazu im nächsten Erfahrungsbericht.

Jedenfalls sind fast alle 13 Jungen in diesem Projekt große Fußball - Enthusiasten. So trainieren sie zum Beispiel fünfmal in der Woche auf dem nahegelegenen Fußballplatz. Doch noch keiner von Ihnen war jemals in einem Fußballstadion.

Auf Grund einer Spende aus Deutschland, die übrigens während des Halbfinalspiels Deutschland - Türkei gesammelt wurde, war es mir möglich für alle Jungs Karten für das Spiel zu besorgen. Sie können sie wahrscheinlich vorstellen was für eine riesige Überraschung das war. Wahrscheinlich hätten sie sich für ihren ersten Stadionbesuch keine bessere Spielpaarung aussuchen können. Der vergangene Dienstag war auf jedenfall ein grandioses Fußballfest und wird den Jungs sicher nicht schnell aus dem Gedächtnis gehen. Sie finden Bilder dazu im Bilderbereich oder klicken sie hier.

 

Speziellen Dank an Beck und Tom, die diese Spendenaktion inszeniert haben und natürlich auch an alle, die Geld gespendet haben.

 

Vielen Dank für diesen Abend.

 

Erfahrungsbericht Nr. 6 und neue Fotos

08 Juni 2008

 

Gestern habe ich meinen sechsten Erfahrungsbericht fertiggestellt. Sie können ihn ab sofort hier herunterladen.
Da ich denke, dass dieser Teil mehrere Personen interessiert möchte ich gerne die Einleitung des Berichtes hier kopieren:

In den vergangenen Wochen haben die grausamen Nachrichten der Übergriffe auf afrikanische Ausländer in Südafrika den kompletten Erdball umrundet. Mich haben daraufhin auch einige Anrufe von Personen erreicht, die sich um meine Wohlergehen gesorgt haben. Hier kann ich in aller Deutlichkeit sagen, dass ich mich nach wie vor vollkommen sicher fühle und zu keinem Zeitpunkt irgendeiner Bedrohung ausgesetzt war.
Die Ausschreitungen, welche von verschiedenen Johannesburger Townships ausgingen, haben extrem dramatische Ausmaße angenommen, bisher rund 50 Todesopfer gefordert und 30.000 Menschen keine andere Möglichkeit gelassen als ihr Wohnung fluchtartig zu verlassen. Betroffen sind dabei vorwiegend Personen aus Simbabwe und Mozambique.
Bisher gibt es noch keine seriösen Belege über die Gründe des Pogroms, mir selber ist hin und wieder aber bereits eine latente Ausländerfeindlichkeit von einigen unserer Nachbar aufgefallen, vor allem wenn die Ursachen der hohen Arbeitslosigkeit diskutiert wurden.
Bei all dem Schrecklichen, das diese Zeit mit sich bringt, beruhigt es mich ein wenig nun einen spürbaren Ruck in der Zivilgesellschaft gegen diese Tendenzen zu bemerken.
Auch wenn die Leidenszeit noch nicht vorbei ist, ist es der Polizei mit massiver Unterstützung des Militärs endlich gelungen die Auseinandersetzungen einzudämmen. Nun steht die südafrikanische Regierung aber vor der immensen Aufgabe den Verbleib der Flüchtlinge zu klären. Die teils katastrophale Situation in den Auffanglagern lässt nur auf eine schnelle Lösung hoffen.

Darüber hinaus befasst sich der Bericht mit folgenden Themen:

- Der Urlaub mit meinen Eltern
- Was passierte in den Osterferien?
- Warum plötzlich 12 Jungs mehr im Shelter waren
- Wie uns eine niederländische Studentin für das Thema der sexuellen Vergewaltigung sensibilisierte
- Die Einführung des Nachmittags Stundenplans
- Die neuen Computerstunden
- Der verlorene Sohn
- Warum ich abermals half eine Ziege zu schlachten
- Wie wir neuerdings unsere Abende verbringen

Auch hier an dieser Stelle möchte ich nochmal ganz besonders auf das Kapitel über die Osterferien und die Möglichkeit original handgetränkte Streetwise Kerzen zu erstehen ;) Für alle die den Bericht nicht gelesen haben in aller Kürze. Seit den Osterferien verfügen wir über das Material um einfache weiße Kerzen farbig zu gestalten. Die Kids tunken dazu den Rohling in flüssiges Wachs, welches ihnen in den drei Grundfarben zur Verfügung steht. Beim mixen der Farben entstehen teilweise wunderschöne Farbkreationen. Der Bericht enthält ein paar Fotos, die ihnen ein ungefähres Bild davon vermitteln werden.
Bisweilen fehlt uns aber noch die richtige Möglichkeit die Kerzen zu vertreiben. Vielleicht haben sie ja Interesse an einer oder mehrerer solcher Kerzen. Falls dies der Fall ist schreiben sie mir einfach wie viele sie gerne zugeschickt haben möchten und den von Ihnen als angemessen betrachtete Preis. Das Geld wird dazu verwendet die Materialkosten zu decken. Sollten die Einnahmen die Ausgaben übersteigen kommt das Geld natürlich Streetwise zu Gute. Die Versandkosten werden übrigens nicht das innerdeutsche Maß übersteigen, da ich meinen Eltern ein Paket mit Kerzen zu kommen lassen werde, die diese dann weiterverschicken.

Vielen Dank für ihre Unterstützung!

Dann habe ich noch vier weitere Fotogalerien hochgeladen:

Weitere Bilder zur Labola finden sie hier

Bilder zum Ausflug unserer Kids zu einer Sportveranstaltung finden sie hier

Zusätzliche Eindrücke des Trambolin Wettbewerbes gibt es hier

Impression des Fun Days, welcher von ein paar amerikanischen Studenten organisiert wurde, sind hier zu finden

Liebe Grüße

Daniel

Ein paar Zeilen aus dem Leben

27 April 2008

 

Seit circa einem Monat arbeite ich mittlerweile wieder im Projekt, nachdem ich die drei Wochen davor mit meinen Eltern durch Suedafrika gereist bin. Die Tour hat mir ermoeglicht auch andere Seiten des Landes kennzulernen und ich habe die Zeit sehr genossen. Aber es war auch schoen schliesslich ins Porjekt zurueck zu kehren. Es hat sich in der Zwischenzeit auch einiges getan was unsere ARbeit betrifft aber darauf werde ich dann ausfuehrlich im naechsten Erfahrungsbericht eingehen.

Nachtraeglich nochmal herzlichen Glueckwunsch an alle, die ihre schriftlichen Abiturpruefungen geschrieben haben!!!

Sonnige Gruesse aus Suedafrika

 

Daniel

Puenktlich zur Halbzeit kommt ein grosses Update

08 Maerz 2008

 

Gestern sind wir Durban Freiwillige nach einer rund 20 stuendigen Busfahrt von unserem Zwischentreffen aus Plettenberg Bay zurueck gekehrt. Geleitet von Puschel (ehemaliger Freiwilliger) und Kathinka (Psychologin) ging es eine Woche darum die letzten sechs Monate zu beleuchten (ja es sind tatsaechlich schon sechs Monate), aber auch in die Zukunft zu blicken. Dazu fanden sich alle Suedafrika Freiwilligen der Weltweiten Initiative in Kwanokuthula ein. Einem Township unmittelbar an der Stadtgrenze zum noblen Strandort Plettenberg Bay. Eine wirklich sehr schoene Zeit zu der sie mehr Informationen in meinem neuen Erfahrungsbericht finden. Unten habe ich versucht mit Hilfe von Google Maps euch die Entfernung deutlich zu machen. Wahrscheinlich muesst ihr ein wenig an der Groessen Skala drehen um es richtig erkennen zu koennen. Versucht einfach irgendwie Suedafrika abgebildet zu bekommen, dann solltet ihr auch meine zwei Routenpunkte entdecken.

 

Nach dem offiziellen Ende des Zwischentreffens haben Max, Doni, David (Strassenkinderprojekt in Kimberley) und ich es sich nicht nehmen lassen von der hoechsten Bungy Bruecke der Welt zu springen. Ein Video und Fotos dazu findet ihr hier.

 

Erfahrungsbericht Nr. 5

 

Gestern habe ich zudem meinen fuenften Erfahrungsbericht fertiggestellt. Er ist diesmal ein wenig laenger geraten. Ich hoffe dies haelt sie trotzdem nicht vom Lesen ab. Sie finden ihn hier.

Inhalt des Erfahrungsberichtes:

- Zwischentreffen (nach 6 Monaten fanden sich alle Freiwilligen zusammen um sich über die gemachten Erfahrungenauszutauschen)

- Unsere neue Aufgabe in der Schule

- Das neue Prinzip der Studytime

- Die neusten Entwicklungen zum Nachmittags - Stundenplan

- Warum ich vor 500 Leuten einen Vortrag auf Englisch hielt

- Warum wir 2 Wochen fast nur schwarz sahen

- Einem großen AIDS Test unserer Jungen

und

- Einer bewegenden Begegnung

 

Abschliessend moechte ich noch darauf hinweisen, dass ich drei neue Fotogallerien eingefuegt habe.

 

- Schnappsschuesse vom Zwischentreffen

- Impressionen aus der Insideschule

- Bilder und das Video des Bungy Sprungs

 

Nach langer Zeit habe ich den Inhalt der Homepage nun wieder ein wenig aufgefrischt. Ich hoffe sie finden Gefallen daran. Morgen, den 09.03 fliege ich nach Kapstadt um dort auf meine Eltern zu treffen. Wir werden dann circa 2 1/2 Wochen mit Ihnen durch Suedafrika touren. Ich freue mich schon sehr darauf und moechte Ihnen aus diesem Grund bereits jetzt Frohe Ostern wuenschen.

Liebe Gruesse aus Suedafrika

 

Daniel

 

Jecke Grüße aus Südafrika

03. Februar 2008

 

An dieser Stelle wünsche ich allen Jecken ein feucht - fröhliches Karneval. Lasst es krachen Jungs!!! Würde mich sehr über ein paar Fotos freuen.

Teacher, teacher can i go to toilet?

20. Januar 2008

 

Ich hatte es im Erfahrungsbericht Nr. 4 ja bereits angekündigt: Am vergangenen Mittwoch endeten die Sommerferien hier in Südafrika. Wir hatten bereits vorher der Lehrerin unserer projekteigenen Insideschule angeboten sie bei ihrer Arbeit zu unterstützen und seit Mittwoch ist es tatsächlich soweit. Wir unterrichten die "Fortgeschrittenen" der Jungs, eine Gruppe von 9 Kids, in den Fächern Mathe und Englisch. Gerde befassen wir uns mit dem "kleinen Einmaleins" und der Verwendung von he she und it. Die ersten drei Tage haben uns große Freude bereitet. Es ist ohne Frage eine große Herausforderung aber wir sind sehr froh, dass uns ein solches Vertrauen ausgesprochen wird.

Darüber hinaus habe ich noch ein paar Fotos hochgeladen. Sie finden sie im entsprechenden Bereich oder klicken hier. Dabei handelt es sich um ein paar Aufnahmen von der Talentshow am Sylvesterabend und der T-Shirt Aktion. Auch dazu finden sie mehr im Erfahrungsbericht Nr. 4.

Liebe Grüße aus dem sonnigen Südafrika

 

Daniel

Erfahrungsbericht Nr. 4

13. Januar 2008

 

Der erste Eintrag des neuen Jahres beschaeftigt sich mit meinem Erfahrungsbericht Nr. 4. Diesen habe ich soeben fertiggestellt. Sie koennen ihn nun hier herunterladen. Er beinhaltet Schilderungen zu:

 

- Meinem Weihnachtsfest in Suedafrika

- Dem Sylvester Abend im Shelter

- Einem einschneiden Erlebnis mit einem der Jungen

 

und

 

- Einer ganz besonderen Aktion waehrend der Sommerferien

 

Wuerde mich sehr ueber Kritik und Anregungen freuen.

Viele Gruesse aus Afrika

Unsere Freiwilligen Zeitung: (W)ortwechsel weltweit

26. Dezember 2007

 

Bereits vergangene Woche ist die neue Ausgabe unserer Frewilligen Zeitung "(W)ortwechsel weltweit" erschienen, auf die ich an dieser Stelle gerne verweisen moechte. Ich zitiere dazu einfach mal aus der Mail des Vorstandes meiner Traegerorganisation, der "Weltweiten Initative fuer soziales Engagement":

 

"Das Beste: Die Zeitung wurde komplett in Eigenregie von unseren Freiwilligen geplant, recherchiert, geschrieben und erstellt. Sie ist ein wunderbares Beispiel für gelungene Partizipation und Verantwortungsübernahme – und zeigt, wie vielfältig und vielschichtig sich unsere Freiwilligen mit verschiedenen Themen in ihren Ländern auseinandersetzen."

 

Auf den Seiten 11 bis 14 finden Sie auch einen Beitrag von Sebastian Puschner und mir zu dem aeusserst kontrovers diskutierten suedafrikanischen Politiker Jacob Zuma.

 

Die Zeitung koennen sie voellig kostenlos auf folgender Seite herunterladen:

http://www.wortwechsel-weltweit.de

 

Viel Spass beim Lesen!

Frohe Weihnachten und einen guten Rutsch

26. Dezember 2007

 

Zugegeben der Post kommt ein wenig verspaetet aber ich hoffe ihr habt angenehme Weihnachten verbracht. Ich fuer meinen Teil habe die Tage sehr genossen. Am 25. Dezember, an diesem Tag werden in Sueafrika die Geschenke verteilt, sind wir mit den Boys an den Strand gefahren und haben dort ein paar schoene Stunden im Meer verbracht. Danach wurden dann noch gegrillt. In der Zwischenzeit haben wir dann eines der neuen Weihnachtsgeschenke ausprobiert: einen neuen Volleyball. Auf dem frisch gemaehten Fussballplatz vor dem Projekt haben wir das Netz aufgestellt und ein paar Spiele bestritten. Ich hoffe die Neujahrsfeier wird aehnlich festlich.

Euch allen einen guten Rutsch!

Erfahrungsbericht Nummer 3

09. Dezember 2007

 

Ich habe gerade meinen dritten Erfahrungsbericht hochgeladen. Wuerde mich freuen wenn sie kurz hineinschauen wuerden. Diesen Monat beschäftigt er sich mit folgenden Ereignissen:

- Dem Abschied von vielen Kids, da sie zurück in ihre Familien gehen
- Einer neuen Idee für die Nachmittagsgestaltung im Projekt
- Einer Fahrt mit Felix durch die "Problemviertel" Durbans
- Dem Besuch der FIFA Delegation in Durban

und....

- wie ich dazu kam eine Ziege zu schlachten

 

Sie koennen ihn hier herunterladen.

Viel Spass beim Lesen!

Welt Aids Tag

01. Dezember 2007

 

Heute fielen gleich zwei wichtige Ereigniss zusammen. Zum einen wurde ein Großteil unserer Jungs in die Sommerferien entlassen. Manche werden nach deren Ende auch nicht mehr zurück in den Shelter kommen, was auf der einen Seite natürlich wunderbar für sie ist aber auch bedeutete Abschied zu nehmen. Es fiel doch teilweise sehr schwer einige der Kids gehen zu lassen. Schließlich wird man sie wahrscheinlich nie wieder sehen.

Darüber hinaus handelt es sich beim 01. Dezember auch um den Welt Aids Tag. Wie sie sich vorstellen können spielt dieser in Südafrika eine ausgesprochen große Rolle. Zu Ehren beider Ereignisse veranstaltete Streetwise einen Tag der offenen Tür. Die Verwandten unserer Kids waren eingeladen das Projekgelände zu besichtigen. Danach gab es eine Info-/Gedenkveranstaltung zu der wir mit einer kleinen Videoshow beitrugen. Ich werde versuchen sie noch hochzuladen. Nach dem Mittagessen verließen dann viele der Kids mit ihren Verwandten den Shelter Richtung zu Hause. 

Franz Beckenbauer macht den Anstoß

25. November 2007

 

Ich weiß nicht, ob man im deutschen Fernsehen darüber berichtet wird, dass hier in Durban gerade die Qualifikationsgruppen für die WM 2010 ausgelost werden. Im Rahmen dessen wurde auch das Derby der zwei bekanntesten Teams Südafrikas, der Orlando Pirates und Kaizer Chiefs (beide übrigens aus Soweto), in das hiesige ABSA Stadium verlegt. Wir konnten glücklicherweise 3 Tickets ergattern.
Schon sehr komisch, dass ich erst nach Südafrika reisen musste um Franz Beckenbauern das erstemal in Realität zu sehen. Dieser führte nämlich den Anstoß des Spiels aus. 10 Sekunden später fiel dann auch schon bereits das 1:0 für die Chiefs. Ein herber Schlag für mich, da ich entschieden habe während meines Südafrikajahres (und darüber hinaus?) mit den Pirates zu fiebern. Schlussendlich konnten beide Lager mit dem gerechten 2:2 leben. Leider sind wir sehr spontan an die Tickets geraten und hatten deshalb keine Kamera mit. Naja ich kann nur sagen es war ein unvergessliches Spektakel.

 

Update

Auszug aus der Mail Auszug aus der Mail

18. November 2007

 

Heute habe ich ein etwas größeres Update im Fotobereich vollzogen. In der letzen Woche haben wir viel Zeit am nahegelegenen Fluss verbracht um zu Fischen und Angeln. Am vergangenen Wochenende waren wir mit den Kids zudem am Strand. Von alldem können sie sich nun einen Eindruck verschaffen.
Gestern (17.11.2007) besuchten Max und ich einen Freund in der nahegelegenen Hauptstadt von KwaZulu - Natal Pietermaritzburg. Wir begleiteten ihn zu einem Zulufest, welches traditionell vor einer Heirat abgehalten wird. Dabei erhalten die Eltern der Braut zahlreiche Geschenke und zudem werden Ziegen geschlachtet und verspeist. Wir wurden sehr warmherzig aufgenommen und dann auch direkt gebeten beim Schlachten der Ziegen behilflich zu sein. Auch hier von findet ihr nun einige Bilder im Fotobereich. Sollst du kein Blut sehen können, würde ich allerdings raten diese Aufnahmen zu überspringen.
Am 15. November waren wir zusammen mit unserem Vermieter und Streetwise - Angestellten Felix zum ersten Mal im berüchtigten Point Viertel von Durban. Die Gegend ist bekannt für die hohe Kriminalität und die „Heimat" vieler Straßenkinder. Wir waren auf der Suche nach einem Jungen der sich zwei Tage zuvor, trotz intensiver Gespräche, entschlossen hatte auf die Straße zurückzukehren. Felix der auch dem Outreach Team von Streetwise angehört, also der Gruppe welche direkt auf der Straße mit den Kids arbeitet und versucht sie von einem Leben im Shelter zu übereugen, kennt das Gebiet wie kein Zweiter und wird von sehr vielen Straßenkids als guter Freund angesehen. Aus diesem Grund hatten wir in seiner Begleitung wenig zu befürchten. So wurden wir von allen recht freundlich begrüßt. In dieser Nacht kam es dann auch zu den ersten realen Konfrontationen mit dem „Kleberschnüffeln". Wir sahen einige Kids die chemischen Dämpfe aus einer Plastikflasche inhalieren. So bedrückend es doch war, halte ich es nach wie vor für ein wichtiges Ereignis. Schließlich können wir uns nun ungefähr vorstellen in welchen Umständen unsere Kinder gelebt haben bevor sie in den Shelter kamen. Im kommenden Erfahrungsbericht werde ich dann ausführlicher auf diesen Abend eingehen.
Wie ihr hoffentlich seht geht es mir weiterhin sehr gut. Neben der Projektarbeit sorgt nun auch der einsetzende, und noch angenehm milde, südafrikanische Sommer nach einer langen Regenphase für gute Stimmung.
An dieser Stelle nochmal vielen Dank für die vielen Rückmeldungen auf meinen Erfahrungsbericht. Ich freue mich immer wieder über die ein oder andere Nachricht aus Deutschland.
Ein kleiner Nachtrag noch. Mein Homepage Provider jimdo (www.jimdo.com) hat meine Interrnetpräsenz in seinem regelmäßigen Newsletter in der Rubrik „Schon gesehen? Coole Jimdo-Pages" erwähnt. Vielen Dank dafür.

 

Fotos vom Fischen am Fluß

Fotos vom Malen am Fluß

Fotos vom Schlachten der Ziege (Vorsicht Blut!)

Fotos vom Strandbesuch

Erfahrungsbericht Nr. 2 ist online

05. Oktober 2007


Wie versprochen folgt heute Erfahrungsbericht Nr. 2. Ich wuensche Ihnen viel Spass beim Lesen.

Sie koennen ihn der Rubrik Monatsberichte finden oder einfach hier klicken.

Bauarbeiten abgeschlossen

28. Oktober 2007

 

Hallo zusammen,
nach längerer Zeit nun endlich mal wieder ein Update auf der Seite. Der vergangene Monat stand ganz im Zeichnen einer Gruppe von irischen Bauarbeitern, die in ihrer Heimat Spenden gesammelt haben um eine marode Außenwand des Shelter Gebäudes zu renovieren. Da das Ganze innerhalb von drei Wochen erledigt seien musste gab es jedemenge Schweiß und Stress ;) Das war auch der Grund warum ich in den letzten Wochen nicht dazu gekommen bin die Homepage zu aktualisieren. Im Fotobereich könnt ihr euch dafür nun von der Arbeit überzeugen. Die Bilder findet ihr hier. Darüber hinaus findet ihr dort Fotos von dem Fußballspiel der Iren gegen eine Streetwise – Auswahl, in der auch ich mitgespielt habe. Wir konnten das Spiel locker mit 2:1 für uns entscheiden und erhielten zur Belohnung einen prächtigen Pokal, aber überzeugt euch selbst. Natürlich sind in der Zwischenzeit auch viele andere Dinge passiert auf die ich dann im nächsten Erfahrungsbericht eingehen werde, an dem ich gerade arbeite.
Liebe Grüße
Daniel

Erfahrungsbericht Nr. 1 ist online

Nach genau einem Monat hier in Suedafrika habe ich nun meinen ersten Erfahrungsbericht fertiggestellt. Ich hoffe alle die sich fuer den Verteiler interessieren heute eine E-Mail bekommen haben. Sie finden den Bericht unter hier.  

Video: Die Streetwise Jungs singen waehrend eines Gospel Konzerts

26. September 2007

 

Letzten Donnerstag (20. September) waren wir auf einem Konzert der Edegwood Gospel Singers eingeladen. Vor vollem Hoersaal durften die Jungs sogar drei Songs singen. Davon haben wir ein Video gemacht, das ich bei youtube hochgeladen habe: einfach hier klicken.

Bilder der Boys online

22. September 2007

 

Um die Namen besser lernen zu koennen, haben wir letzte Woche ein paar Fotos von den Streetwise Boys gemacht. Dabei handelt es sich aber nur um Portraits der Insideschueler, also derjenigen die die projekteigene Schule besuchen. Ich hoffe die Fotos tragen dazu bei, sich ein besseres Bild von unserer Arbeit machen zu koennen.

Fotos der Outsideschueler folgen. 

Liebe Gruesse aus dem bereits sehr warmen Suedafrika!

 

Hier klicken um die Fotos zu sehen.

Naechster Zwischenbericht

16. September 2007


Folgenen Text habe ich bereits letzten Mittwoch geschrieben, hatte bis heute aber noch nicht die Moeglichkeit ihn online zu stellen:

 

Eine weite Woche voller intensiver Eindrücke liegt seit meinem letzten Eintrag hinter mir. Mittlerweile befinde ich mich in meiner ersten Arbeitswoche und, was soll ich groß sagen, es macht viel Spaß. Doch dazu komme ich gleich. Das OAT (On Arrival Training) endete am Freitag mit einem Fußballspiel gegen Mitarbeiter und Kids der Behinderten Schule „Ethembeni“ an der meine zwei Mitzivis Hanjo und Frank helfen. Es entwickelte sich ein abwechslungsreiches Spiel an dessen Ende unsere Gegner, frenetisch angefeuert von den circa 70 außenstehenden Fans, die Nase vorn hatten. Danach fielen alle Schranken und es war endlich Zeit sich mit den Kindern zu beschäftigen. Von dem regen Treiben habe ich ein paar Fotos online gestellt. Diese findet ihr hier.
Gekrönt wurde dieser Tag von einem richtigen südafrikanischen Braai. Dabei handelt es sich um die hiesige Variante des auch in Deutschland so beliebten Grillens. Aufgetischt wurden Burenwurst und Kotelett. Alles in allem also ein gelungener Schlusspunkt einer interessanten Woche. Nochmal Danke an Hendrix und Alex für die Organisation.
Am Samstag trennten sich die Wege der 12 wise Südafrika Freiwilligen dann endgültig. Im Ethembeni Schulbus fuhren wir  zur Busstation in Durban. In Südafrika eine äußerst beliebte Variante um im Inland zu verreisen, da man zu vertretbaren Preisen fast jede Stadt erreichen kann. Gegen 17 Uhr stiegen die Leute nach Kimberley (David, Jannis), Plettenberg Bay (Marie, Matze, Till) und Harding (Simon, Steffen) in ihr jeweiliges Gefährt und ließen uns fünf Durban Jungs (Frank, Hanjo, Thomas, Max und mich) alleine zurück. Am Abend wurden wir dann schließlich vor unserer Hütte abgesetzt. Diese steht auf dem Gelände von Felix einem in der Community, die übrigens (natürlich abgesehen von uns) ausschließlich von Farbigen bewohnt wird, allseits respektierten und hoch angesehenen Mann. Die Lage unserer Hütte sorgt dafür, dass wir „unter dem Schutz“ dieses Mannes stehen. Sicher ein gutes Gefühl auch wenn ich mich hier wirklich noch nie gefährdet gefühlt habe. Ganz im Gegenteil, es ist eine Freude zu sehen mit was für einem Lächeln die Menschen hier einem gegenübertreten wenn ein „Weißer“ sie auf Zulu begrüßt. Viele erkundigen sich daraufhin nach unserer Herkunft und Aufgabe. So ist es schon zu mehreren interessanten Gesprächen gekommen.
Zurück zur Hütte. Dabei handelt es sich um einen in unserer Nachbarschaft stark verbreiteten zwei Zimmer Bau. Unser Wohn- und Essbereich (schöne Bezeichnung ;) ) ist wirklich gut ausgestattet. Neben Ofen/Herdplatten, Kühlschrank bis hin zum Toaster haben wir alles was das Herz begehrt. Trotzdem war ziemlich schnell klar, dass die Räumlichkeiten unseren Bedürfnissen angepasst werden müssen. Schleiß haben unserer Vorgänger Malte und Till zu zweit hier gelebt. Gesagt getan, am Sonntag begannen wir mit einer großangelegten Reinigungs- und Umräumaktion. Keine Ecke blieb dabei trocken. Besonders gefährdete Stellen wurden zudem prophylaktisch mit Duck Tape abgeklebt. Auch das habe ich versucht in ein paar Bildern zu verdeutlichen. Ich hoffe euch gefällt es. Einfach hier klicken.
Am Montag war dann endlich der Tag gekommen, auf den wir lange hingearbeitet hatten unser erster richtiger Arbeitstag im Streetwise Shelter. Um 8.30 Uhr fanden wir uns im Office der Einrichtung mit Sister Helena und den anderen Verantwortlichen ein. Dieses Gespräch fand in einer sehr angenehmen Atmosphäre statt und wir lernten Sister als offene und sympathische Damen kennen. Dieser Eindruck sollte sich in den kommenden Tagen manifestieren. Das erste Zusammentreffen mit den Kindern der Insideschool verlief zunächst distanziert. Vielen schienen wir nicht mal aufzufallen. Kein Wunder, schließlich haben die Kinder schon zahlreiche Freiwillige kommen und gehen gesehen. Nach den ersten Demonstrationen am neuen Trambolin und dem Fußballspiel war aber das Eis gebrochen und die ersten längeren Gespräche begannen. Besonders erfreulich war die Tatsache, dass man mit vielen von Ihnen gut in Englisch kommunizieren kann. Kein Selbstverständlichkeit in einer Region, in der die schwarze Bevölkerungsgruppe überwiegend Zulu redet.
Um drei Uhr erreichten dann die Outside Schüler das Gelände. Diese traten uns gegenüber sehr aufgeschlossen auf und begrüßten uns herzlich. Mittlerweile haben wir auch schon die ersten spontan organisierten Workshops abhalten können. Besonders großen Anklang fanden hierbei die Kraft- und Ausdauerübungen.
So sieht es momentan bei mir aus. Die nächsten Beiträge müssen unbedingt kürzer werden, sonst fehlt mir Material für die Erfahrungsberichte ;). Übertriebene Grüße aus Südafrika. Ich freu mich über jede Mail und werde versuchen sie demnächst schneller zu beantworten. Ich gelobe Besserung!

Die ersten Impression

05. September 2007

 

So nun bin ich seit circa zwei Tagen im Land und immernoch total überwältigt von den ersten Eindrücken. Von München ging es am 02. September nach Kapstadt dort hatten wir einen achtstündigen Aufenthalt, den wir glücklicherweise sehr sinnvoll nutzen konnten. Maries , ebenfalls eine Südafrika Freiwillige, ehemalige Austauschschülerin studiert in Kapstadt. Sie hat uns um sechs Uhr morgens vom Flughafen abgeholt und ein Taxi organisiert, welches uns zu zwei traumhaften Stränden gefahren hat. Ein wirklich unglaublicher Beginn meines Jahres. Bilder findet ihr hier.

Um 13 Uhr ging es dann nach Durban. Hier haben wir nun bis Samtag ein "On Arrival Training" mit den zwei Ehemaligen Alex und Jan Hendrik. Sie klären uns in diesem Zeitraum über die Eigenheiten der Lokalität auf. Wo kann ich sicher Geld abheben? Wie benutze ich ein Sammeltaxi? etc. Gestern war dann aber trotzdem Zeit zum erstenmal Streetwise Gelände zu betreten wir htten eine kurze Unterhaltung mit Sister Helena (Projektleiterin) und Felix (unserem Vermieter). Danach warfen wir einen Blick in unsere Hütte. Ein wirklich schöner Bau, aber dazu kommt in den nächsten Wochen auch noch mehr. 

Ich fühle mich momentan sehr gut aufgenommen und freue mich auf unsere erste richtige Arbeitswoche. Ich möchte mich an dieser Stelle nochmal für die lieben Mails bedanken, die ich seit meiner Ausreise erhalten habe. Ich bin heute leider sehr kurz angebunden werde aber aufjedenfall versuchen alle zu beantworten.

Jetzt wirds ernst!

01. September 2007


Morgen ist der große Tag dann endlich gekommen. Geburtstag und meine Abreise fallen am 02.09 zusammen. Aus diesem Grund möchte ich mich nochmal bei allen bedanken, die mich in den letzten Monaten so stark unterstützt haben. Ohne eure Hilfe wäre das nicht möglich gewesen. Natürlich tut momentan der Abschied von Familie und Freunden für ein Jahr weh aber die Vorfreue auf die bevorstehenden Aufgaben und Erlebnisse hilft mir damit umzugehen.

In Zukunft werde ich in regelmäßigen Abständen Erfahrungsberichte verfassen, sollten sie Interesse an diesen haben melden Sie sich bitte über das Kontaktformular.

Bis zu meinem nächsten Eintrag, dann schon aus Durban.

Radio Leverkusen begleitet mich

31. August 2007

Radio Leverkusen wird im Laufe meines freiwilligen sozialen Jahres wohl mehrmals über mich berichten. Genaureres steht noch nicht fest. Sollte ich neue Informationen erhalten, werde ich diese natürlich auf dieser Homepage veröffentlichen.

Michael Skibbe stellt ein Trikot zur Verfügung

27. August 2007


Michael Skibbe, Cheftrainer der Profimannschaft von Bayer 04 Leverkusen, hat mir ein Trikot zur Verfügung gestellt, welches ich zu Gunsten meines freiwilligen sozialen Jahres mittlerweile versteigert habe. Vielen Dank an alle Interessenten.

Voller Erfolg

21. August 2007


Die Benefizparty kann getrost als Erfolg bezeichnet werden. Vielen Dank an alle Gäste und noch mal an diejenigen, die den Abend überhaupt erst ermöglicht haben: die Gaststätte Neukirchen und Ralf.

Benefizparty am 17. August

So jetzt klappt es wohl doch noch mit einer Benefizparty vor meiner Abreise. Ich denke der Flyer enthält die wichtigesten Informationen. Sollten noch Fragen auftreten einfach eine kurze Mail an mich, oder die ürblichen Leute (Beck, David, Tom....) ansprechen. Grundsätzlich ist erstmal jeder eingeladen.

Vielen Dank an Ralf für seine Untersützung bei der Organisation und an Alex für die Gestaltung des Flyers!

Viel gelernt, wenig geschlafen

10. August 2007

 

Bevor ich näher auf das 15tägige Vorbereitungsseminar eingehe, von dem ich am 05. August zurückgekehrt bin, möchte ich kurz das neue Foto in der Kopfzeile erklären. Man erkennt Max (links), Thomas (mitte) und mich, also die komplette Streetwise WG des kommenden Jahres. Im Hintergrund sind übrigens Teile der Frankfurter "Skyline" zu erkennen.


So nun zum Seminar. Ich wurde schon mehrfach gefragt wie man denn 15 Tage mit Vorbereitungen füllen könnte. Ich werde versuchen dies in den nächsten Zeilen zu beantworten.

 
21. Juli

Am 21. Juli gegen 13 Uhr kam ich auf dem Gelände der Odenwaldschule an, dabei handelt es sich um eine bestens ausgestattete, reformpädagogische Internatsschule mitten im hessischen Odenwald. Auf dem weitläufigen Gelände sind zahlreiche Häuser verteilt in denen normalerweise die Schüler leben und sich die Klassenräume befinden. Es herrschten also optimale Bedingungen für unser Vorhaben. Ein paar Impressionen findet ihr unter:


http://www.flickr.com/photos/11144213@N08/archives/date-posted/2007/08/


Nachdem wir die einzelnen Häuser bezogen hatten, verbrachten die meisten den ersten Nachmittag mit Gebietserkundungen.


22.07

Am folgenden Sonntag wurden wir um 6 Uhr geweckt. Wir 80 Freiwilligen wurden dann in zwei Gruppen aufgeteilt. Die Eine wurde in Kleinbussen weggefahren, die Andere, in der auch ich mich befand, blieb in der OSO.  Wir wurden abermals geteilt. In einer Gruppe mit Thomas, Max, Hanjo und Frank, also allen Freiwilligen die nächstes Jahr nach Durban gehen, zogen wir uns in die Aula der Schule zurück.  Dort klärte uns Katinka, Psychologe und Betreuerin, über den Tagesablauf auf. Ziel war es unseren persönlichen Lebensfluß zu erstellen. Dafür sollten wir zunächst ganz alleine unser bisheriges Leben reflektieren und die prägenden Momente notieren. Nach dem Mittagessen trafen wir Fünf uns erneut in der Aula. Unsere Aufgabe bestand nun darin diese wichtigen Momente auf einem Plakat zu verbildlichen. Wir konnten uns an die Metapher des Flußes halten, also z.B. Stromschnellen oder Wasserfälle benutzen, oder ganz eigene Ideen entwickeln. Danach begann jeder einzelne mit der Vorstellung seiner Kreation. Natürlich wurde es jedem freigelassen Sachen zu verschweigen  bzw. über bestimmte Ereignisse nicht zu reden. Insgesamt dauerte dieses hoch emotionale und sehr intime Gespräch bis circa 21 Uhr. Dennoch hat es wohl keiner als eine Belastung empfunden, was auch an der hervorragenden Betreuung durch Katinka lag. So hatte man bereits nach dem zweiten Abend das Gefühl die Personen, die einen im nächsten Jahr begleiten werden, deutlich besser zu kennen.


23.07


Auch der dritte Tag begann um 6 Uhr. Diesmal wurden wir in Autos weggefahren. Die Fahrt endete an einer anderen Schule in Heppenheim. Vormittags absolvierten wir einen Workshop bei einem argentinischen Clown, der normalerweise den Straßenkindern seiner Heimat ein Lächeln schenkt. Nach dem Mittagessen wurden uns von ein paar Ehemaligen Zivis die Augen verbunden und wir stiegen erneut in die Autos. Nach circa einstündiger Fahrt hielten wir endlich an. Manu (geht in die Dominikanische Republik) und Ich mußten daraufhin aussteigen. Uns wurden dann die Augenbinden abgenommen. Zu unserem großen erstaunen befanden wir uns irgendwo auf einem asphaltierten Platz im Wald. Sippel, der Ehemalige, drückte uns dann eine Banane und eine Packung Fertigspaghetti in die Hand und erklärte uns die Aufgabe. Wir sollten irgendwie zurück zur Schule nach Hepppenheim finden, die Banane gegen etwas nützliches eintauschen und die Spaghetti kochen. Kaum hatte er dies gesagt war er auch schon wieder weggefahren. Da standen wir nun und wußten nichtmal wie der Ort hieß in dem wir uns befanden. Glücklicherweise hielt gleich das erste Auto, das uns entgegenkam an. Eine freundliche Dame fuhr uns dann zu einem nahegelegenen Einkaufszentrum. Durch ein wenig Handlungsgeschick und Charme konnten wir Damen an der Fleischtheke davon überzeugen unser Spaghetti zu kochen. Die Bananen konnten wir in der örtlichen Apotheke gegen zwei Pflasterboxen eintauschen.

Nun ging es für uns beide darum bei strömenden Regen zurück nach Heppenheim zu kommen. Nach anfänglichen Schwierigkeiten funktionierte das Trampen dank freundlicher Autofahrer ganz gut. Gegen 21 Uhr erreichten wir dann endlich die Schule.

 

24. & 25. Juli

 

Bereits am 24. drehten sich die Gedanken von uns Südafrikanern zwischen den drei Workshops des Tages überwiegend um die Gestaltung des Afrikaabends am folgenden Mittwoch. Es lag vollkommen in unser Hand für das Essen und ein ansprechendes Programm zu sorgen, welches den anderen circa 90 Freiwilligen und Betreuern einen kleinen Einblick in die südafrikanische Kultur ermöglichen sollte. Am Thema Apartheid kommt man da nicht vorbei. So unterteilten Thomas und Frank unsere „Gäste“ willkürlich in Weiße, Colourds und Schwarze. Diese wurden entsprechend Ihrer Hautfarben von uns behandelt. So mußten die Schwarzen auf dem Boden und jeweils zu zweit aus einem Topf essen, während die Weißen an einem gedeckten Tisch saßen und bewirtet wurden. Ziel war es natürlich die Absurdität der südafrikanischen Rassentrennung aufzuzeigen. Serviert wurde übrigens Pap. Ein afrikanisches Grundnahrungsmittel aus Maismehl. Als Geschmacksträger diente eine Soße u.a. aus Paprika und Chili.

Für einen versöhnlichen Abschluß sorgte Jannis alias Nelson Mandela, der in der Theaterhalle die Antrittsrede des berühmten Präsidenten vortrug und somit dafür sorgte, dass alle zusammen ein schönes Fest feierten. Freilich ist uns bewußt, dass die Realität anders aussieht.

 
 26. & 27. Juli

Auch diese beiden Tage waren vollgepackt mit Workshops. Am 26. besuchte uns zum Beispiel ein Studienberater der Universität Marburg, welcher uns darüber aufklärte wie man im kommenden Jahr in Sachen Studienwahl vorgehen sollte. Eine wichtige Hilfe schließen ist dieses Problem eines der am meisten diskutierten. Darüber hinaus begannen 10 Jungen, darunter auch ich, mit den Proben für einen fulminanten Showakt auf den ich später noch zu sprechen kommen werde.

Vom 27.07 ist mir besonders der Vortrag von Dr. habil. Hans Bühler in Erinnerung geblieben. Esr selber hat mehrere Jahrzehnte in Afrika gelebt und Unterrichtet nun interkulturelle Pädagogik an der PH Weingarten. Anhand von Fallbeispielen, die er selber erlebt hat, versuchte er uns in seiner angenehm freundlichen Art sein Fach näher zu bringen.

Das absolute Highlight des Tages war aber wohl der langerwartete Besuch des UN - Korrespondenten der taz Andreas Zumach. Zwar hatte sein Vortrag über die immer knapper werdenden Ressourcen und die „Krisenregionen“ Afghanistan und Iran keinen unmittelbaren Zusammenhang mit unseren bevorstehenden Einsätzen doch entstand eine spannende politische Diskussion.

 
28. Juli

Dieser Tag dürfte den meisten wegen des „Gefahrenworkshops“ in Erinnerung geblieben sein. In einer sehr eigenen Art berichtet die Referentin von Bandwürmern, AiDS und dem richtigen Verhalten bei einer Vergewaltigung. Bei näherem Interesse einfach an mich wenden.

Abgeschlossen wurde der Tag durch die mittelamerikanische Nacht, organisiert von den Zivis der Länder Nicaragua, Dominikanische Republik und Mexiko. Seitdem darf ich feierlich behaupten mit dem amtierenden Mister Karibik das kommende Jahr verbringen zu dürfen. Thomas schlug sich in Kategorien wie „Wer hat den besten Anmachspruch“, „Wer kriegt mit einer Hand am schnellsten einen BH auf“ und „Wer kann am besten Frauen antanzen“ so beachtlich, dass ihm dieser Titel zugesprochen wurde.

 
29. Juli

Der Sonntag stand für mich im Zeichen eines Kinderfestes, das circa die Hälfte der Freiwilligen für Kinder aus sogenannten Problemfamilien an der OSO (Odenwaldschule Ober – Hambach) organisierten. Zuerst durchliefen die Teilnehmer einen Parcours, indem sie die unterschiedlichsten Aufgaben bewältigen mußten. Danach ging es in die Sporthalle wo Spiele wie Brenn- und Völkerball anstanden.  

 
30. Juli

Für mich beginnt der Montag diesmal eine Stunde früher. Um 7 Uhr muß ich in der Küche stehen und bei der Zubereitung des Frühstücks helfen. In wise Jargon nennt man mich heute liebevoll einen Held. Dieser Dienst wechselt täglich und beinhaltet alle möglichen Küchendienste bei den drei täglichen Mahlzeiten.

Nach dem Frühstück besucht ich den sehr interessanten aber auch beklemmenden Workshop der wunderbaren Bettina. Bei Bettina handelt es sich um eine ausgebildete Ernährungsberaterin, die uns zusammen mit ihrem Mann Karl – Heinz faßt die gesamten 15 Tage hervorragend und natürlich sehr gesund bekochte. Ihr Sohn Wolfgang geht dieses Jahr übrigens in das Fußball Sozial Projekt DAD nach Buenos Aires. Natürlich drehte sich auch der Workshop um das Thema Nahrungsaufnahme. Bettina erklärte uns wie wir unseren Körper während der Strapazen des kommenden Jahres nahrungstechnisch optimal unterstützen können.

Abschließend sahen wir den Film „Our daily bread“. Dieser verdeutlicht in teilweise sehr schockierenden Bildern die Zustände in Betrieben die mit Massentierhaltung arbeiten. Bettina riet uns dazu, falls wir die Möglichkeiten haben, auf Fleisch, Obst und Gemüse von unserem lokalen Bauern oder zumindest aus einem ausgewiesenem Bio Geschäft zurückzugreifen.

Am Abend fand dann die Arabische Nacht, organisiert von den Israel und Palästina Freiwilligen, statt. Unser Essenssaal wurde zum Flughafen von Tel Aviv umfunktioniert, logisch das wir uns durch sehr strikte Zollkontrollen drängen mußten. Von der Mahlzeit ist mir insbesondere der leckere Tee in Erinnerung geblieben. Später wurden dann noch die Wasserpfeifen angeschmissen. Jeder der Lust hatte, konnte sich bedienen.

 

31. Juli & 01. , 02. August


Der 31. Juli war unser freier Tag, dass bedeutet natürlich erstmal ausschlafen. Danach entschieden Max, Thomas und Ich einen kleinen Abstecher nach Frankfurt zu machen. Dort schlenderten wir durch die Innenstadt und sahen Attraktionen wie den Römer und die Paulskirche.

Der folgende Mittwoch war dann nicht mehr ganz so straf organisiert. Zwischen den zwei Worksshops des Tages blieb genug Zeit sich mit den zahlreichen Ehemaligen zu unterhalten und so von deren Erfahrung zu profitieren.

Der Donnerstag hingegen wartete noch mal mit 4 Workshops à 2 Stunden auf.


03. August


Der Freitag war von Beginn an als Ländertag geplant. Das bedeutet, dass wir in unseren Länderteams mit den Ehemaligen wichtige Fragen klären sollten und noch mal die Chance erhielten Fragen zu stellen. Besonders Interessant an diesem Tag war die von meinem Länderteam sehr kontrovers geführte Diskussion um das Thema Kiffen. Darüber hinaus wurden wir von Felix in den Autokodex eingeführt. Auch wenn wir in Durban in der angenehmen Position sind als einzige Projekte ein Auto zu besitzen, ist sein Gebrauch an natürlich gewisse Regeln geknüpft.

Zusätzlich mußte unser Beitrag für die anstehende Aussendefeier geplant werden.

Am Abend sorgte die „Noche Latina“, also der Abend unserer Südamerika Freiwilligen, für eine Menge Spaß. Sie funktionierten den Essensaal in einen Marktplatz um. Mit Hilfe einer fiktiven Währung und ein wenig Handlungsgeschick konnte man so an den verschiedenen Ständen Spezialitäten aus Argentinien, Peru oder Bolivien ergattern.

 
04. August

An diesem Tag fand sowohl der „Tag der offenen Tür“ als auch die große Aussendefeier statt. Alle Eltern, Verwandte und Freunde waren eingeladen diesem Fest beizuwohnen und viele folgten diesem Ruf. Auch meine Eltern schienen gegen 14 Uhr auf dem Gelände. Wir machten uns zunächst zum Fußballturnier auf. Dort scheiterte ich mit dem Team „Rest der Welt“ (Mischung aus Israel, Palästina, Rußland und Südafrika Freiwilligen) aber bereits in der Vorrunde. Wenig später mußte ich dann die Hähme der zahlreichen St. Pauli Fans über mich ergehen lassen, als feststand das die Hamburger Bayer Leverkusen aus dem DFB Pokal geschmissen haben.

Auf der abendlichen Aussendefeier im hergerichteten Speisesaal hatte jede Gruppe die Chance sich in einem 5minütigen Beitrag vorzustellen. Danach folgten verschiedene Beiträge. Ich hatte ja bereits einen furiosen Auftritt meinerseits angekündigt. An diesem Abend war es dann endlich soweit. Ich und 9 Mitzivis hatten den Entschluß gefaßt jegliche Würde abzulegen und sich in rosa Röcken bei einem Männerballett Auftritt vor allen Angehörigen zu blamieren. Ich glaube es sah ganz lustig aus. Eines von drei Videos findet ihr im Anschluss, den Rest auf youTube.

Später erhielt jeder Freiwillige sein Ticket und das Jahrgangsshirt, bevor wir gegen 1 Uhr nachts auf dem Goetheplatz über 80 Luftballons inklusive Wunderkerzen in den Himmel stiegen ließen. Spätestens jetzt war jedem klar, das es bald losgeht.

 
05. August
 

Der Sonntag wurde zum Aufräumen genutzt bevor ich mit Janosz und der Freundin von Aaron völlig übermüdet aber glücklich die Heimreise antrat.

 

Jeder der sich die Mühe gemacht hat den gesamten Text zu lesen wird merken für wie wichtig ich diese 15 Tagen halte. Wir alle haben unglaublich viel gelernt und erlebt. An dieser Stelle noch mal an großes Dank an den wise e.V. Vorstand, die anderen Betreuer, die zahlreichen Ehemaligen und die OSO.

YouTube-Video

Zeitungsartikel

07. Juli 2007


Am vergangenen Donnerstag (05. Juli 2007) ist im Leverkusener Stadtanzeiger ein Artikel über mein Vorhaben erschienen. Alle, die die Zeitung nicht abonniert aber trotzdem Interesse haben, können ihn hier herunterladen.

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Aktion 10x10

29. Juni 2007


Eine Spendenaktion, die mir schon länger vorschwebt und die ich nun anstoßen möchte. Ich bin auf der Suche nach 10 Personen, die mir während des Jahres jeden Monat 10 € spenden. Für nähere Informationen einfach auf das entsprechende Feld in der Navigationsleiste klicken.

Erweiterung des Foto Bereichs

21. Juni 2007

Heute habe ich mich um die Übersichtlichkeit des Foto Bereiches bemüht und Unterkategorien eingerichtet. Ich denke so wird es in den kommenden Monaten einfacher sein, die richtige Bilder zu finden. Zusätzlich habe ich drei Fotos der Zivi Hütte in Südafrika und ein Video von Till, einem der jetzigen Zivis, hochgeladen, indem er kurz das Projekt beschreibt. Auch das findet ihr unter "Fotos".

Neue Domain

20. Juni 2007


Seit heute ist meine Page unter der sogenannten "Top - Level - Domain" www.daniel-in-suedafrika.de zu erreichen. Zudem ist die Seite nun werbefrei und mir steht deutlich größerer Webspace zur Verfügung. Es geht vorwärts ;)

Neue Inhalte

19. Juni 2007


Nach dem ich gestern die Seite eingerichtet habe, galt der heutige Tag der Erweiterung des Inhalts. Ihr findet hier nun kurze Informationen zu mir, der Trägerorganisation und dem Projekt. Darüber hinaus habe ich ein paar Fotos und den Flyer hochgeladen.

Willkommen

18. Juni 2007

Hallo,
auch ich habe mich nun entschlossen eine bescheidene Homepage einzurichten. Diese soll in den kommenden Monaten als Plattform dienen, um kurze Beiträge, Erfahrungsberichte und Fotos direkt aus Südafrika veröffentlich zu können.